Richtig finanzieren und KfW-Förderung nutzen.

kfw für Alle?

KfW Förderung für alle, die energetisch sanieren​

Nachhaltigkeit. Der Begriff hängt schwer in der Luft. Jeder weiß, CO₂-Reduzierung ist wichtig, überlebenswichtig. Und im Alltag geben sich Menschen umweltbewusst, sparen Ressourcen und Energie. Können wir noch mehr tun? Das Statistische Bundesamt gibt für das Jahr 2018¹ die CO₂-Emissionen für Raumwärme in deutschen Haushalten mit 130 Millionen Tonnen an. Eine Zahl, die sich nur durch Wärmedämmung, effiziente Nutzung und die Verwendung von erneuerbaren Energien senken lässt. Die KfW Förderung ist eines der Mittel, die der Staat im Ringen um die Energiewende einsetzt. Wie funktionieren die Förderprogramme?

Richtig finanzieren und KfW-Förderung nutzen.

kfw allgemein

KfW allgemein erklärt – was tut sie für Eigentümer und Käufer?

Die Abkürzung KfW steht für Kreditanstalt für Wiederaufbau und bezeichnet die Förderbank des Bundes. Sie ist ein Werkzeug, um Fördermittel gezielt für Projekte auszureichen. Im Bereich „energetisch Sanieren“ unterstützt die Bank Bauherren, Käufer und Eigentümer mit KfW Darlehen oder einem Investitionszuschuss.

Diese Vorhaben sind im Programm „Haus und Wohnung energieeffizient bauen und sanieren“ förderfähig

Was steckt hinter einem KfW-Darlehen?

KfW Darlehen

Der Gedanke hinter dem KfW Darlehen

Das Darlehen der KfW funktioniert ähnlich wie ein Baudarlehen: mit einer Kreditsumme, einem Sollzinssatz und einer Tilgung. Verschiedene Laufzeiten sind möglich und als Sicherheit dient in der Regel eine Grundschuld auf die Immobilie. Die Besonderheit: Das KfW Darlehen leitet die Förderbank über einen Finanzierungspartner an den Kreditnehmer weiter. Sie können sich selbst die Bank oder den Finanzdienstleister aussuchen, über den Sie Ihre Förderung beantragen. Dieses Finanzinstitut zahlt Ihnen später das Förderdarlehen aus und zieht auch die Raten ein. Vorteile des Förderdarlehens sind:

  • ein günstiger, da geförderter Zinssatz
  • Laufzeiten zwischen 4 und 30 Jahren
  • zwischen einem und fünf tilgungsfreien Jahren zu Beginn
  • Tilgungszuschuss je nach Effizienzhaus-Stufe (bis zu 50 % vom Kreditbetrag möglich)

Die KfW Förderung unterscheidet zwischen dem Neubau eines Effizienzhauses oder der Sanierung beziehungsweise dem Kauf einer sanierten Immobilie. Außerdem zählt, welchen Standard Haus oder Eigentumswohung bei Energieeffizienz, den erneuerbaren Energien und der Nachhaltigkeit erreichen.

  1. Beim Neubau sind Kreditbeträge bis 150.000 € und Tilgungszuschüsse bis 37.500 € erhältlich.
  2. Für die Sanierung können Sie bis 150.000 € KfW Darlehen und bis 75.000 € Tilgungszuschuss bekommen.

Mit dem KfW-Zuschuss können Sie Kosten sparen.

KFW zuschuss

KfW Förderung als Zuschuss beantragen

Der Zuschuss unterscheidet sich vom KfW Darlehen, da ihn Eigentümer nicht zurückzahlen müssen. Es handelt sich um einen einmaligen Betrag, den die Förderbank zu einem Projekt auszahlt, das die Förderbedingungen erfüllt.

Richtig finanzieren und KfW-Förderung nutzen.

kfw standard

Der KfW Standard – was steckt hinter dem Effizienzhaus?

Die Faustregel bei der KfW lautet: je besser die Effizienz eines Gebäudes, desto höher die Förderung. Deshalb legt die Bank verschiedene Stufen oder Standards dafür fest. Sie heißen zum Beispiel:

  • KfW40plus
  • KfW40
  • KfW55
  • KfW70

Zwei Faktoren bestimmen, welche Stufe ein Haus erreicht. Zum einen ist das der Primärenergiebedarf. Dabei handelt es sich um einen Durchschnittswert, der für die gesamte Energie, die ein Objekt für Heizung und Warmwasser benötigen wird, steht. Die andere Kennzahl nennt sich Transmissionswärmeverlust und beschreibt die Wärmeenergie, die trotz Dämmung nach außen verloren geht.

Die wichtigsten Energieeffizienzhaus-Stufen: KfW40, KfW40plus und KfW55

Als Vergleichswert für die Effizienzstandards zieht die KfW die Mindestanforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) an Immobilien heran. Ein Haus, das das GEG erfüllt, erhält den Wert 100. Erzielt ein Gebäude durch Sanierung oder beim Neubau geringere Verbrauchswerte, sinkt die Zahl der Effizienz-Stufe. Ein Effizienzhaus des Standards KfW40 hat beispielsweise einen Primärenergiebedarf von 40 % der Mindestanforderungen. Es ist also um 60 % besser.

Der Zusatz KfW40plus bedeutet, dass ein Gebäude neben der energieeffizienten Sanierung

  • Strom erzeugen kann (z.B. durch eine Fotovoltaikanlage)
  • Und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung besitzt

Energiebedarf und Wärmeverlust.

KfW55 und
KfW40

KfW Standard: Energiebedarf und Wärmeverlust

Was sind erneuerbare Energien?

Energie-
klasse

Was ist die Erneuerbare-Energien-Klasse?

Ein Neubau braucht sie auf jeden Fall und in der Sanierung ist sie ebenfalls häufig mit dabei: die Heizung. In der Energiewende geht es neben sparsamem Verbrauch auch um CO₂-Reduzierung durch die verwendeten Brennstoffe. Denn erneuerbare Energien gehören nicht nur zu den nachwachsenden oder unbegrenzt vorhandenen Ressourcen, sondern sie erzeugen in der Regel auch weniger CO₂-Ausstoß als fossile Energieträger. Sie erhalten deshalb eine höhere KfW Förderung, wenn Ihr Objekt 55 % des Energiebedarfs mit erneuerbaren Energien decken kann.

Nachhaltigkeit und die KfW Förderung

Mehr Nachhaltigkeit verschafft nicht nur ein gutes Umweltgewissen. Die Förderbank belohnt ein nachhaltiges Haus mit einem Extrazuschuss. Dazu muss das Objekt eine Nachhaltigkeitszertifizierung vorweisen, nämlich das „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“². Das Siegel kennt verschiedene Nachhaltigkeitsklassen. Zu den Nachhaltigkeitskriterien gehören unter anderem ökologisches Aspekte des Bauens, der effektive Einsatz von Kapital auch während des Lebenszyklus und ein funktionales Wohnumfeld, das sowohl Gesundheit als auch Sicherheit fördert.

Beitragen zu einer geringeren CO₂-Emission.

Energie
sparen

Energieeffiziente Immobilien leisten einen wichtigen Beitrag zur CO₂-Reduzierung

Egal, ob eine Immobilie als Eigenheim oder als Kapitalanlage genutzt wird, sie kann ihrem Teil zur CO₂-Reduzierung beitragen. 2018¹ benötigten private Haushalte 73 % ihrer verbrauchten Energie für die Erzeugung von Raumwärme und 14 % für warmes Wasser. Dabei entstanden etwa 156 Millionen Tonnen CO₂. Ein beträchtlicher Anteil davon kann durch energetisches Sanieren von Bestandsbauten reduziert werden. Jeder Eigentümer, Käufer oder Bauherr kann einen persönlichen Beitrag leisten. Welche Maßnahmen tragen zur CO₂-Reduzierung bei?

Nachhaltige Nutzung von Wohnflächen: 

Zur Nachhaltigkeit gehört es, brachliegende Gewerbeobjekte, leer stehende Wohnungen oder Gebäude mit Ausbaupotenzial effektiv als Wohnfläche einzusetzen. Dadurch sparen wir Ressourcen im Wohnungsbau, aber auch bei Infrastruktur und Verkehr.

Ökologische Sanierung von Bestandsgebäuden statt Neubau: 

Ein Neubau fordert einen wesentlich höheren Verbrauch von Baustoffen und Energie. Gleichzeitig führt er entweder zur zusätzlichen Versieglung von Grünflächen oder bei Abriss eines Altbaus zur Entsorgung einer Menge Bauschutts.

Mehrfamilienhäuser sind effizienter als Einfamilienhäuser: 

Im Vergleich zu einem Einfamilienhaus liegt bei Mehrfamilienhäusern oft die Pro-Kopf-Wohnfläche niedriger und spart darum schon Energie. Gleichzeitig verwenden Mehrfamilienhäuser Verkehrsflächen, Gemeinschaftsräume und Anlagen wesentlich effektiver.

Energie sparsam einsetzen: 

Durch eine solide Dämmung, Isolierglasfenster, eine sparsame Heizung und Wärmerückgewinnung verbrauchen Häuser und Eigentumswohnungen weniger Ressourcen. In Verbindung mit dem Einsatz von Biomasse, Solarenergie oder anderen erneuerbaren Energieträgern können sogar klimaneutrale Gebäude entstehen.

blindtext

kfw antrag

Die KfW Förderung beantragen

Grundsätzlich gewährt die KfW die „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude“ sowohl für ein Haus als auch für eine Wohnung. Einzige Voraussetzung ist, dass die Immobilie zu Wohnzwecken verwendet wird. Dabei ist es irrelevant, ob Sie kaufen, selbst sanieren oder bauen, ob Sie eine Wohnung oder ein Haus als Eigenheim nutzen oder als Kapitalanlage anschaffen. Ihre Förderung beantragen Sie entweder als KfW Darlehen oder als einmaligen Zuschuss. Nicht alle Schritte auf dem Weg zu dieser staatlichen Unterstützung sind deckungsgleich.

  1. Von der KfW anerkannten Energieberater engagieren:
    Da sich die Auswirkung verschiedener Maßnahmen von Gebäude zu Gebäude unterscheiden, erwartet die Förderbank, dass ein Experte das Gesamtkonzept berechnet und plant. Sie müssen seine Expertise beim Förderantrag vorlegen. Außerdem begleitet er die Bauausführung bis zum Ende. Tipp: Die Ausgaben für den Energiesachverständigen sind ebenfalls über ein KfW Programm förderfähig.
  2. Keinen Bauauftrag oder Kaufvertrag vor Fördergenehmigung unterschreiben: Wenn Sie bei der KfW eine Förderung beantragen, dürfen Sie erst nach der Zusage mit den Arbeiten beginnen oder sie in Auftrag geben.
  3. Antrag Darlehen: Diesen Förderantrag stellen Sie bei Ihrem gewünschten Finanzierungspartner wie zum Beispiel Ihrer Hausbank. Er leitet die Unterlagen an die KfW weiter, informiert Sie über die Zusage und zahlt später den Kreditbetrag aus.
    Antrag Zuschuss: Über ein Online-Portal der KfW können Sie den Zuschuss als Förderung beantragen.
  4. Start von Neubau oder Sanierung: Sobald Sie eine Zusage für die Förderung in der Hand halten, schließen Sie den Kreditvertrag ab oder weisen über das Online-Portal Ihre Identität nach. Jetzt kann Ihr Bauvorhaben beginnen oder Sie unterschreiben Ihren Kaufvertrag.
  5. Einreichung der „Bestätigung nach Durchführung“: Gemeinsam mit dem Energieeffizienz-Experten müssen Sie schließlich nachweisen, dass die angegebenen Maßnahmen korrekt bei Ihrer Immobilie umgesetzt wurden. Im Anschluss erhalten Sie entweder den Kredit oder den Zuschuss ausbezahlt.

Wichtige Information: Beantragen Sie die Förderung für den Kauf eines Objekts, muss der Verkäufer im Kaufvertrag den erreichten Energieeffizienzstandard bestätigen. Außerdem muss er Ihnen die dazugehörigen Unterlagen als Nachweis übergeben.

wir Unterstützen Sie bei dem Antrag auf kfw förderung.

KFW fördert

Ihre KfW Förderung mit Bau Ehrlich GmbH

Mit Energieeffizienz kennen wir uns aus und auch mit der KfW Förderung. Als engagiertes Team möchten wir unseren Beitrag zu nachhaltigem Wohnen und Umweltschutz leisten. Gerne informieren wir Sie darüber, wie unsere Projekte Ressourcen schonen, effektiv Wohnraum schaffen und erneuerbare Energien innovativ einsetzen. Als Ihr Partner für energetische Sanierungen und Neubauten unterstützen wir Sie tatkräftig bei Ihrem Antrag auf KfW Förderung. Unsere Käufer statten wir mit allen erforderlichen Unterlagen zu den Maßnahmen aus, damit vonseiten der Immobilie einer Zusage durch die KfW nichts im Wege steht. Wir informieren Sie, welche Fördergelder Ihnen zustehen können. Vereinbaren Sie gleich einen Termin!

¹ https://www.umweltbundesamt.de/umweltatlas/bauen-wohnen/wirkungen-wohnen/emissionen-privater-haushalte/welche-menge-an-kohlendioxid-emissionen-wird-durch

²https://www.nachhaltigesbauen.de/austausch/beg/

FAQ's Finanzierung

Bei der KfW handelt es sich um eine Förderung von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die KfW Förderung wird in Form von einer einmaligen finanziellen Zuwendung ausgegeben. Solch einen Zuschuss erhalten Sie als Immobilienbesitzer oder -käufer, wenn Sie für Ihr Eigenheim eine energieeffiziente Sanierung, die Umwandlung in ein Energieeffizienzhaus, altersgerechte Umbaumaßnahmen planen.

Eine KfW Förderung erhalten Sie üblicherweise durch das KfW-Programm „Energieeffizient Bauen“. Eine Förderung erhält man, wenn man als Privatperson, Wohngenossenschaften oder öffentliche Anstalte eine Investitionsmaßnahme für ein Eigenheim plant. Sobald die KfW den Zuschussempfänger identifiziert und den Durchführungsnachweis geprüft hat, wird der Betrag am Ende des Folgemnonats auf dem Konto des Empfängers überwiesen.

Eine einheitliche Definition für die Kernsanierung gibt es per se nicht. Jedoch kann man die Kernsanierung als diverse bauliche Sanierungsmaßnahmen eines Gebäudes betrachten, welche das Objekt in einen neuwertigen Zustand versetzt, ohne dass das Gebäude bis auf die Grundmauern erneuert werden muss.

Spricht man von nachhaltigem Bauen,  geht es in erster Linie um die Planung und Umsetzung von Baumaßnahmen nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit. Ein möglichst geringer Reccourcen- und Energieaufwand sind die Ziele des nachhaltigen Bauens.