Pirckheimerstraße in Nürnberg – Immobilienmarkt & Entwicklungspotential
STECKBRIEF
PIRCKHEIMERSTRASSE
- Nördlich der Altstadt zwischen Vestnertorgraben und Stadtpark gelegen
Highlights
ÖPNV-Anbindung: U-Bahn U2 (Rennweg), U3 (Maxfeld, Kaulbachplatz), Buslinien 37, 47
Wirtschaft & Infrastruktur: Dienstleistungs- und Einzelhandelsstandort, Mix aus Gewerbe und Wohnen
Kultur & Szene: Stadtpark mit Neptunbrunnen, Archivpark, gründerzeitliche Architektur, vielfältige Gastronomie
Der statistische Bezirk Pirckheimerstraße zählt zu den etablierten innerstadtnahen Wohnquartieren Nürnbergs. Die namensgebende Straße entstand 1873 als nördliche Tangentialstraße zwischen den Ausfallstraßen nach Erlangen und Heroldsberg und wurde nach dem Humanisten Willibald Pirckheimer benannt. Das Quartier vereint gründerzeitlichen Charme mit urbaner Lebendigkeit und profitiert von der Nähe zum Stadtpark sowie der hervorragenden Infrastruktur der Nordstadt.
Die Bebauung stammt überwiegend aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Viele der stattlichen Mietshäuser mit Vorgärten präsentieren reich dekorierte Jugendstil-Fassaden und boten von Anfang an herrschaftlichen Wohnraum für gehobene Ansprüche. Diese bauliche Qualität macht den Bezirk bis heute zu einer gefragten Wohnlage.
Lage und Anbindung
Der Bezirk Pirckheimerstraße wird im Norden von Archiv-, Meuschel-, Maxfeldstraße, im Osten von der Bayreuther Straße, im Süden vom Vestnertorgraben/Maxfeldgraben und im Westen von der Bucher Straße begrenzt. Die zentrale Lage nördlich der historischen Altstadt ermöglicht kurze Wege zu allen wichtigen Einrichtungen der Innenstadt.
Die ÖPNV-Anbindung ist ausgezeichnet. Die U-Bahn-Linie U3 mit den Bahnhöfen Maxfeld und Kaulbachplatz erschließt das Quartier direkt, die U-Bahn-Linie U2 tangiert den Bezirk mit dem U-Bahnhof Rennweg. An der Pirckheimerstraße befinden sich mehrere Bushaltestellen, von denen die Linien 37 und 47 fahren, zudem befinden sich angrenzend die U-Bahn-Stationen Friedrich-Ebert-Platz und Maxfeld. Zum Hauptbahnhof gelangt man in wenigen Minuten. Die gute Anbindung an das Umland erfolgt über die nahegelegenen Bundesstraßen B4 und die Bayreuther Straße.
Wohnumfeld und Lebensqualität
Das Wohnumfeld im Bezirk Pirckheimerstraße zeichnet sich durch eine gelungene Balance zwischen urbanem Flair und Grünraum aus. Im Osten von Maxfeld liegt der weitläufige Nürnberger Stadtpark mit dem 1962 dorthin verbrachten Neptunbrunnen. Im statistischen Bezirk befindet sich der Archivpark, auch Colleggarten genannt, der 22 Hektar umfasst und neben dem Norisbrunnen verschiedene Sitzgelegenheiten und Wege bietet.
Die Versorgungsinfrastruktur ist überdurchschnittlich. In der Pirckheimerstraße finden sich Geschäfte wie Buchhandlungen, ein Bioladen sowie ein REWE an der Rollnerstraße 28, ebenso zahlreiche Restaurants vom Al-Sham-Grillhaus über die Fischküche Pirckheimer bis zum thailändischen Restaurant Som Tam Siam Food. An der Pirckheimerstraße und der Bayreuther Straße liegen viele Geschäfte, Arztpraxen und ein großes Bowling Center.
Das Quartier gilt abseits der oberen Pirckheimerstraße und der starkbefahrenen Bayreuther Straße größtenteils als mittlere bis gute, in Teilbereichen (Stadtpark, Parkstraße und Maxtorgraben) auch sehr gute Wohnlage.
Immobilienmarkt und Preisentwicklung
Der Immobilienmarkt im Bezirk Pirckheimerstraße bewegt sich im mittleren bis gehobenen Preissegment der innerstadtnahen Lagen. Die aktuellen Kaufpreise für Bestandswohnungen liegen bei 3.684 Euro pro Quadratmeter, während die gesamtstädtische Durchschnittswerte darüber liegen. Die Preise variieren je nach Mikrolage deutlich – Objekte mit Blick zum Stadtpark oder in ruhigeren Seitenstraßen erzielen höhere Werte als Immobilien an den Hauptverkehrsachsen.
Bei den Mietpreisen bewegt sich das Quartier im Nürnberger Durchschnitt. Die Angebotsmieten liegen je nach Ausstattung und Lage zwischen 11 und 14 Euro pro Quadratmeter. Sanierte Altbauwohnungen mit hohen Decken und Stuck erreichen die oberen Werte, während unsanierte Objekte günstiger angeboten werden.
Laut Bodenrichtwertkarte zahlt man für ein erschlossenes Grundstück einer Wohnimmobilie in Nürnberg-Gärten hinter der Veste an der Pirckheimerstraße bis zu 1.800 Euro pro Quadratmeter. Die Bodenrichtwerte spiegeln die zentrale Lage und die gute Infrastruktur wider.
Die Preisentwicklung der letzten Jahre verlief stabil mit moderaten Zuwächsen. Die Nachfrage nach Bestandswohnungen in gründerzeitlichen Häusern bleibt konstant hoch, insbesondere bei Käufern, die Altbaucharme mit moderner Infrastruktur verbinden möchten.
Bevölkerung und Nachfrage
Im Jahr 2014 lebten 7.789 Einwohner im Bezirk Pirckheimerstraße. Für 2024 wird die Einwohnerzahl auf etwa 7.900 geschätzt, was einer moderaten Entwicklung von rund 1,4 Prozent über den Zehn-Jahres-Zeitraum entspricht. Die Bevölkerungszahl blieb damit weitgehend stabil, was für etablierte innerstadtnahe Wohnquartiere typisch ist.
Die Bewohnerstruktur ist durchmischt und urban geprägt. Das Quartier zieht sowohl junge Berufstätige und Paare als auch Familien und langjährige Bewohner an. Die Nähe zur Altstadt, zu Arbeitsplätzen und Bildungseinrichtungen macht den Bezirk für verschiedene Zielgruppen attraktiv.
Die Nachfrage nach Wohnraum ist kontinuierlich vorhanden. Die Beschäftigtenquote im Bezirk liegt bei 64,3 Prozent, die Arbeitslosenquote bei 4,9 Prozent, was auf eine stabile sozioökonomische Struktur hindeutet. Die Anbindung an wichtige Arbeitgeber in Nürnberg ist durch das ÖPNV-Netz optimal gewährleistet.
Wirtschaft und Infrastruktur
Der Bezirk Pirckheimerstraße ist primär ein Wohnquartier mit ergänzenden Gewerbe- und Dienstleistungsangeboten. Entlang der Hauptstraßen hat sich ein funktionierender Einzelhandels- und Dienstleistungsbesatz entwickelt, der die Nahversorgung sicherstellt.
Zu den großen Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten am Standort Nürnberg zählen Bosch, DATEV, Diehl, Siemens, Sparkasse Nürnberg und VAG. Datev, Bosch, Diehl, Siemens prägen die Unternehmenslandschaft in Nürnberg. Die Erreichbarkeit dieser und weiterer Arbeitgeber aus dem Bezirk heraus ist durch die zentrale Lage hervorragend.
Die soziale Infrastruktur umfasst mehrere Bildungseinrichtungen in fußläufiger Entfernung. Kindergärten, Schulen und medizinische Versorgungseinrichtungen sind im Quartier oder in unmittelbarer Nähe vorhanden. Die kulturelle Infrastruktur der Innenstadt ist in wenigen Minuten erreichbar.
Die Entwicklung der angrenzenden Nordstadtgärten auf dem ehemaligen Tucher-Brauerei-Gelände bringt neue Impulse. Auf dem Betriebsgelände der Tucher-Brauerei zwischen Schillerplatz, Schillerstraße, Rollnerstraße und Friedensstraße entstehen die Nordstadt-Gärten, ein neues Wohngebiet in verdichteter städtischer Bauweise mit 900 projektierten Wohnungen. Diese Entwicklung stärkt die gesamte Nordstadt als Wohn- und Lebensstandort.
Besonderheiten des Bezirks
Die historische Bausubstanz ist ein besonderes Merkmal des Bezirks. Im Bezirk Pirckheimerstraße sind heute noch Gebäude aus der Gründerzeit vorhanden. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand hier ein vornehmes Wohngebiet als Stadterweiterung auf einem rasterartig angelegten Grundriss, die stattlichen Mietshäuser mit Vorgärten boten herrschaftlichen Wohnraum für gehobene Ansprüche und waren geprägt von reich und phantasievoll dekorierten Jugendstil-Fassaden.
Die Pirckheimerstraße selbst verbindet als Tangente verschiedene Stadtteile miteinander und fungiert als lebendige Geschäftsstraße mit urbanem Charakter. Die Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Nahversorgung entspricht dem Konzept der kurzen Wege.
Der unmittelbare Zugang zum Stadtpark als größter innenstadtnaher Grünfläche ist ein wesentlicher Standortvorteil. Hier finden Bewohner Erholungsraum, Spielmöglichkeiten und Freizeitangebote in fußläufiger Entfernung.
Pirckheimerstraße als Kapitalanlage
Für Investoren bietet der Bezirk Pirckheimerstraße solide Rahmenbedingungen. Die Lage nördlich der Altstadt kombiniert mit guter Verkehrsanbindung und etablierter Infrastruktur schafft eine stabile Nachfrage nach Wohnraum. Die Mietrenditen bewegen sich bei Bestandsobjekten im Bereich von 3,8 bis 4,5 Prozent, je nach Objektzustand und Mikrolage.
Die langfristige Wertentwicklung wird durch die zentrale Lage und die begrenzte Verfügbarkeit vergleichbarer innerstadtnaher Wohnlagen gestützt. Sanierte Altbauwohnungen mit erhaltenem Charakter sind besonders nachgefragt und erzielen stabile Mieterträge. Die Mieterstruktur ist durch Berufstätige und langfristig orientierte Haushalte geprägt, was für geringe Fluktuation spricht.
Die demografische Stabilität und die moderate positive Bevölkerungsentwicklung in Nürnberg insgesamt sichern die Nachfrage. Die Nähe zu wichtigen Arbeitgebern und Bildungseinrichtungen macht das Quartier für verschiedene Mietergruppen attraktiv.
