STECKBRIEF

PIRCKHEIMERSTRASSE

Einwohner (Stand: 2022)
0
Bevölkerungsentwicklung
+ 0 % seit 2014
Kaufpreis Bestand
0 €/m²
Miete
0 €/m²

Highlights

  • ÖPNV-Anbindung: U-Bahn U2 (Rennweg), U3 (Maxfeld, Kaulbachplatz), Buslinien 37, 47

  • Wirtschaft & Infrastruktur: Dienstleistungs- und Einzelhandelsstandort, Mix aus Gewerbe und Wohnen

  • Kultur & Szene: Stadtpark mit Neptunbrunnen, Archivpark, gründerzeitliche Architektur, vielfältige Gastronomie

Stadtteil Pirckheimerstraße Nürnberg Immobilie

Der statistische Bezirk Pirckheimerstraße zählt zu den etablierten innerstadtnahen Wohnquartieren Nürnbergs. Die namensgebende Straße entstand 1873 als nördliche Tangentialstraße zwischen den Ausfallstraßen nach Erlangen und Heroldsberg und wurde nach dem Humanisten Willibald Pirckheimer benannt. Das Quartier vereint gründerzeitlichen Charme mit urbaner Lebendigkeit und profitiert von der Nähe zum Stadtpark sowie der hervorragenden Infrastruktur der Nordstadt.

Die Bebauung stammt überwiegend aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Viele der stattlichen Mietshäuser mit Vorgärten präsentieren reich dekorierte Jugendstil-Fassaden und boten von Anfang an herrschaftlichen Wohnraum für gehobene Ansprüche – eine bauliche Qualität, die den Bezirk bis heute zu einer der gefragtesten Wohnlagen im nördlichen Innenstadtring macht.

Lage und Anbindung

Der Bezirk Pirckheimerstraße wird im Norden von Archiv-, Meuschel- und Maxfeldstraße, im Osten von der Bayreuther Straße, im Süden vom Vestnertorgraben/Maxfeldgraben und im Westen von der Bucher Straße begrenzt. Die zentrale Lage nördlich der historischen Altstadt ermöglicht kurze Wege zu allen wichtigen Einrichtungen der Innenstadt.

Die ÖPNV-Anbindung ist ausgezeichnet: Die U-Bahn-Linie U3 erschließt das Quartier direkt mit den Bahnhöfen Maxfeld und Kaulbachplatz, die U2 tangiert den Bezirk mit dem U-Bahnhof Rennweg. Angrenzend liegt der Friedrich-Ebert-Platz mit Anbindung an U1, U2 und U3. Mehrere Bushaltestellen der Linien 37 und 47 befinden sich direkt an der Pirckheimerstraße. Zum Hauptbahnhof gelangt man in wenigen Minuten. Die überregionale Anbindung erfolgt über die nahegelegene Bundesstraße B4 und die Bayreuther Straße.

Wohnumfeld und Lebensqualität

Das Wohnumfeld im Bezirk Pirckheimerstraße zeichnet sich durch eine gelungene Balance zwischen urbanem Flair und Grünraum aus. Der weitläufige Nürnberger Stadtpark mit dem 1962 dorthin verbrachten Neptunbrunnen liegt im östlich angrenzenden Maxfeld – fußläufig erreichbar und einer der größten Erholungsräume der innerstädtischen Zone. Im Bezirk selbst befindet sich der Archivpark (Colleggarten) mit 22 Hektar Fläche, Norisbrunnen und weitläufigen Wegen als grünes Rückgrat des Quartiers.

Die Versorgungsinfrastruktur ist überdurchschnittlich: Ein REWE an der Rollnerstraße 28, Buchhandlungen, ein Bioladen sowie zahlreiche Restaurants – vom Al-Sham-Grillhaus über die Fischküche Pirckheimer bis zum Thai-Restaurant Som Tam Siam Food – prägen das Versorgungsbild. Arztpraxen und ein großes Bowling Center an der Bayreuther Straße ergänzen das Angebot. Das Quartier gilt abseits der oberen Pirckheimerstraße und der stark befahrenen Bayreuther Straße als mittlere bis gute, in Teilbereichen (Stadtpark, Parkstraße, Maxtorgraben) sehr gute Wohnlage.

Immobilienmarkt und Preisentwicklung

Der Immobilienmarkt im Bezirk Pirckheimerstraße bewegt sich im mittleren bis gehobenen Segment der innerstadtnahen Lagen:

  • Kaufpreis Bestandswohnungen: ⌀ 3.684 €/m² – leicht unter dem Nürnberger Stadtdurchschnitt, mit deutlicher Mikrolage-Differenzierung
  • Mietpreis Bestandswohnungen: 11,00–14,00 €/m² je nach Lage und Ausstattung – sanierte Altbauwohnungen mit Stuck und hohen Decken erzielen die Spitzenwerte
  • Bruttomietrendite: 3,8–4,5 % je nach Objektzustand und Mikrolage
  • Bodenrichtwert: bis zu 1.800 €/m² an der Pirckheimerstraße (Gärten hinter der Veste, Stand 01.01.2024)
  • Preistrend: stabil mit moderaten Zuwächsen; konstant hohe Nachfrage nach gründerzeitlichen Bestandsobjekten

Objekte mit Blick zum Stadtpark oder in ruhigeren Seitenstraßen erzielen spürbar höhere Werte als Immobilien an den Hauptverkehrsachsen. Die Nachfrage nach Bestandswohnungen in gründerzeitlichen Häusern bleibt konstant hoch – insbesondere bei Käufern, die Altbaucharme mit moderner Innenstadtinfrastruktur verbinden möchten.

Bevölkerung und Nachfrage

Im Jahr 2014 lebten 7.789 Einwohner im Bezirk Pirckheimerstraße; für 2024 wird die Einwohnerzahl auf rund 7.900 geschätzt – ein moderates Plus von +1,4 Prozent über den Zehn-Jahres-Zeitraum. Diese Stabilität ist typisch für etablierte innerstadtnahe Wohnquartiere mit vollständig ausgenutztem Bebauungsbestand.

Die Bevölkerungsstruktur ist durchmischt und urban geprägt – das Quartier zieht junge Berufstätige ebenso an wie Paare, Familien und langjährige Bewohner. Die sozioökonomischen Kennzahlen spiegeln die Stabilität des Bezirks wider:

  • Beschäftigungsquote: 64,3 % – leicht über dem Stadtdurchschnitt (63,9 %)
  • Arbeitslosenquote: 4,9 % – unter dem Nürnberger Stadtdurchschnitt von 5,6 %
  • Mieterstruktur: überwiegend Berufstätige und langfristig orientierte Haushalte – geringe Fluktuation, stabile Mietverhältnisse

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Bezirk Pirckheimerstraße ist primär ein Wohnquartier mit ergänzenden Gewerbe- und Dienstleistungsangeboten. Entlang der Hauptstraßen hat sich ein funktionierender Einzelhandels- und Dienstleistungsbesatz entwickelt, der die Nahversorgung vollständig sicherstellt. Die Erreichbarkeit der großen Nürnberger Arbeitgeber – Bosch, DATEV, Diehl, Siemens, Sparkasse Nürnberg und VAG – ist durch die zentrale Lage und das dichte ÖPNV-Netz optimal gewährleistet.

Besondere Dynamik bringt die Entwicklung der Nordstadtgärten auf dem ehemaligen Tucher-Brauerei-Gelände zwischen Schillerplatz, Schillerstraße, Rollnerstraße und Friedensstraße: Rund 900 neue Wohnungen in verdichteter städtischer Bauweise entstehen hier – ein Stadtentwicklungsprojekt, das die gesamte Nordstadt als Wohn- und Lebensstandort strukturell aufwertet und die Nachfrage nach Wohnraum im unmittelbaren Umfeld weiter stärkt.

Besondere Fakten und Entwicklungen

Der Bezirk Pirckheimerstraße bietet Investoren und Bewohnern eine Reihe von Alleinstellungsmerkmalen:

  • Gründerzeitlicher Baubestand: Anfang des 20. Jahrhunderts als vornehmes Wohngebiet auf rasterartigem Grundriss angelegt – die stattlichen Mietshäuser mit Vorgärten und reich dekorierten Jugendstil-Fassaden prägen das Stadtbild und schaffen eine gesuchte Wohnqualität mit historischem Charakter
  • Archivpark/Colleggarten: Eine der größten innenstadtnahen Grünflächen Nürnbergs mit 22 Hektar, Norisbrunnen und weitläufigen Wegen – direkt im Bezirk, nicht nur angrenzend
  • Nordstadtgärten: Das Großprojekt auf dem Tucher-Brauerei-Gelände mit 900 projektierten Wohnungen ist ein Aufwertungsimpuls für die gesamte Nordstadt – und ein klares Signal für wachsendes kommunales und privates Investitionsinteresse im Umfeld des Bezirks
  • Willibald Pirckheimer als Namensgeber verleiht der Straße eine humanistische Bildungstradition: Der Nürnberger Patrizier und Freund Albrecht Dürers steht symbolisch für das bürgerliche Selbstverständnis, das den Bezirk seit seiner Entstehung prägt

Pirckheimerstraße als Kapitalanlage

Der Bezirk Pirckheimerstraße bietet solide Rahmenbedingungen für eine langfristig orientierte Kapitalanlage: Die Lage nördlich der Altstadt mit direkter U3-Anbindung, der etablierten gründerzeitlichen Bausubstanz und dem unmittelbaren Zugang zum Stadtpark und Archivpark schafft eine stabile, breite Mietnachfrage. Die Bruttomietrendite von 3,8 bis 4,5 Prozent, geringe Fluktuation durch eine berufstätige Stammmieterschaft und das Aufwertungspotenzial durch die Nordstadtgärten-Entwicklung machen den Bezirk zu einem verlässlichen innenstadtnahen Investitionsstandort mit langfristiger Perspektive.