STECKBRIEF

ST. JOHANNIS

Einwohner (Stand: 2022)
0
Bevölkerungsentwicklung
+ 0 % seit 2014
Kaufpreis Bestand
0 €/m²
Miete
0 €/m²

Highlights

  • ÖPNV-Anbindung: U-Bahn U3 (Friedrich-Ebert-Platz, Klinikum Nord), Straßenbahn Linie 6 (Westfriedhof, Hallertor, Johannisstraße)

  • Wirtschaft & Infrastruktur: Klinikum Nord, Dienstleistungssektor, gehobene Gastronomie und Einzelhandel

  • Kultur & Szene: St. Johannisfriedhof, Hesperidengärten, DESI Stadtteilzentrum, Hallerwiese, Nordstadtbad

Stadtteil St. Johannis Nürnberg Immobilie

St. Johannis zählt zu den ältesten und gleichzeitig gefragtesten Wohnvierteln Nürnbergs. Der Bezirk 07 liegt westlich der historischen Altstadt, nördlich der Pegnitz, und vereint historische Bausubstanz mit urbanem Lebensgefühl. Bereits im Jahr 1234 wurde St. Johannis erstmals urkundlich erwähnt und 1825 nach Nürnberg eingemeindet. Heute präsentiert sich das Viertel als lebendiger Stadtteil mit kulturellem Erbe, gepflegten Altbauten und einem wachsenden Angebot an Gastronomie und Dienstleistungen.

Die Fläche beträgt rund 1,9 Quadratkilometer, auf denen circa 24.500 Einwohner leben. Zum statistischen Bezirk gehören neben dem Kerngebiet auch die Unterbezirke Sandberg und Bielingplatz. St. Johannis liegt westlich der Altstadt nördlich der Pegnitz und umfasst die statistischen Bezirke 07, 23 (Sandberg) und 24 (Bielingplatz). Das Viertel profitiert von seiner unmittelbaren Nähe zur Innenstadt bei gleichzeitiger Nähe zu Grünflächen und kulturellen Einrichtungen.

Lage und Anbindung

St. Johannis ist hervorragend mit Bussen und Bahnen zu erreichen, die U-Bahn-Linie U3 erschließt das Viertel mit den U-Bahnhöfen Friedrich-Ebert-Platz und Klinikum Nord, der Johannisfriedhof hat eine eigene Haltestelle. Die zentrale Anbindung macht den Bezirk für Berufspendler und Investoren interessant. Die Straßenbahnlinie 6 verläuft durch die Johannisstraße bis zur Endhaltestelle Westfriedhof, während die Linien 4, 10 und 11 über die Haltestelle Hallertor weitere Verbindungen in die Innenstadt und zu anderen Stadtteilen schaffen.

Die Lage westlich der Altstadt ermöglicht fußläufige Erreichbarkeit des historischen Zentrums innerhalb weniger Minuten. Gleichzeitig grenzt St. Johannis an die Pegnitzauen, die als grüne Achse Naherholungsqualität bieten. Die Johannisstraße als Hauptverkehrsader verbindet das Viertel mit der Altstadt und führt Richtung Westen zum Westfriedhof. Über die nahen Autobahnauffahrten zur A3 und A9 ist St. Johannis auch für den motorisierten Individualverkehr gut angebunden.

Wohnumfeld und Lebensqualität

St. Johannis gilt als Stadtteil mit hoher Lebensqualität und urbanem Flair. Der Stadtteil liegt westlich der Altstadt und oberhalb der Pegnitz, hier befinden sich der berühmte St.-Johannisfriedhof und die Hesperidengärten. Diese historischen Anlagen prägen das Wohnumfeld und ziehen kulturinteressierte Bewohner und Besucher an. Die Hesperidengärten sind mehrere barock gestaltete Gartenanlagen im Stadtteil, die Bestandteil eines grünen Gürtels entlang der Stadtmauer waren.

Hinter den Häusern der Johannisstraße 43 bis 47 versteckt sich eine sehenswerte Grünanlage, in der italienisch anmutenden Parkanlage gibt es Skulpturen, Brunnen und Tore, Bäume, Ziersträucher und Blumen. Die Hallerwiese als eine der ältesten öffentlichen Grünflächen Deutschlands ergänzt das Angebot an Naherholungsflächen. Das Nordstadtbad bietet als beheiztes Freibad mit Sprungturm und Erlebnisbecken ein attraktives Freizeitangebot für Familien.

Das DESI, das Stadtteilzentrum in einer ehemaligen Desinfektionsanstalt, fungiert als sozialer und kultureller Treffpunkt mit Veranstaltungen, Konzerten und politischen Diskussionsrunden. Die Gastronomie in St. Johannis hat sich in den vergangenen Jahren deutlich entwickelt und umfasst Cafés, Restaurants und Bars, die ein junges und kaufkräftiges Publikum anziehen. Die Mischung aus historischer Bausubstanz, kulturellem Angebot und moderner Infrastruktur macht St. Johannis zu einem der beliebtesten Wohnviertel Nürnbergs.

Immobilienmarkt und Preisentwicklung

Die Kaufpreise für Häuser in St. Johannis liegen zwischen 4.060 Euro pro Quadratmeter im Durchschnitt. Der Quadratmeterpreis für Wohnungen liegt bei durchschnittlich 4.271 Euro, während die teuersten Eigentumswohnungen einen Quadratmeterpreis von bis zu 6.798 Euro erzielen. Der Bestandsmarkt zeigt damit Preisniveaus, die über dem gesamtstädtischen Durchschnitt liegen und die attraktive Lage sowie die hohe Nachfrage widerspiegeln.

Bei den Mietpreisen für Bestandswohnungen verzeichnet St. Johannis für 2025 einen Durchschnittspreis von 14,04 Euro pro Quadratmeter, im Vorjahr 2024 betrug der Preis noch 13,29 Euro, dies entspricht einer Veränderung von plus 5,64 Prozent. Diese Dynamik zeigt die anhaltende Nachfrage nach Wohnraum im Bezirk. Für ein Haus im westlich an die Altstadt angrenzenden Stadtteil zahlen Käufer durchschnittlich 5.030 Euro pro Quadratmeter.

Die Preisentwicklung in St. Johannis verläuft stabiler als in peripheren Lagen. Die Kombination aus Innenstadtnähe, kulturellem Umfeld und guter Infrastruktur stützt die Wertentwicklung. Investoren schätzen die solide Vermietbarkeit und die niedrige Fluktuation. Die Nachfrage konzentriert sich auf sanierte Altbauwohnungen mit hohen Decken, Stuck und Parkettböden sowie auf moderne Neubauprojekte, die sich in die historische Struktur einfügen.

Bevölkerung und Nachfrage

St. Johannis verzeichnet eine positive Bevölkerungsentwicklung. Die Einwohnerzahl liegt bei circa 24.500 im Jahr 2023. In den vergangenen zehn Jahren ist die Bevölkerung um schätzungsweise 12,5 Prozent gewachsen, was auf kontinuierlichen Zuzug und eine attraktive Wohnlage hinweist. Die Bewohnerstruktur ist gemischt und umfasst Familien, Singles, Studenten und Senioren.

Die Nähe zum Klinikum Nord sowie zu Dienstleistungs- und Verwaltungseinrichtungen in der Innenstadt macht St. Johannis für Berufstätige attraktiv. Die kulturelle Infrastruktur und das gastronomische Angebot ziehen eine kaufkräftige Klientel an, die Wert auf urbanes Wohnen mit historischem Ambiente legt. Die Nachfrage nach Mietwohnungen ist konstant hoch, Leerstände sind selten.

Die demografische Struktur zeigt einen überdurchschnittlichen Anteil an Bewohnern im erwerbsfähigen Alter. Die Haushaltsgrößen variieren, es überwiegen Ein- und Zweipersonenhaushalte. Die Kaufkraft liegt über dem städtischen Durchschnitt, was sich in der Gastronomie- und Einzelhandelsstruktur widerspiegelt. Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Wohnraum bleibt stabil und stützt die Renditeerwartungen für Kapitalanleger.

Wirtschaft und Infrastruktur

Das Klinikum Nord ist ein zentraler Arbeitgeber im Stadtteil und sorgt für kontinuierliche Nachfrage nach Wohnraum durch Ärzte, Pflegepersonal und Verwaltungsmitarbeiter. Der Dienstleistungssektor dominiert die lokale Wirtschaftsstruktur, ergänzt durch inhabergeführte Geschäfte, Handwerksbetriebe und freie Berufe. Die unmittelbare Nähe zur Innenstadt mit ihren Arbeitsplätzen in Verwaltung, Handel und Dienstleistungen erhöht die Standortattraktivität für Wohnnutzungen.

Die Versorgungsinfrastruktur in St. Johannis ist vollständig ausgebaut. Supermärkte, Apotheken, Ärzte und Schulen befinden sich in fußläufiger Entfernung. Die Johannisstraße fungiert als zentrale Einkaufsstraße mit vielfältigem Einzelhandelsangebot. Die gastronomische Szene hat sich in den vergangenen Jahren professionalisiert und umfasst Cafés, Restaurants und Bars unterschiedlicher Preisklassen.

Die Bildungsinfrastruktur umfasst Grundschulen und weiterführende Schulen in fußläufiger Entfernung. Kindertagesstätten und Horte decken den Bedarf an Betreuungsplätzen. Kulturelle Einrichtungen wie das DESI, der Johannisfriedhof und die Hesperidengärten bieten Freizeit- und Bildungsangebote. Die Kombination aus Arbeitsplätzen, Versorgung und Kultur macht St. Johannis zu einem selbstversorgenden Stadtteil mit hoher Wohnqualität.

Besonderheiten des Bezirks

Im Jahr 1528 starb der Maler und Kunsttheoretiker Albrecht Dürer und wurde auf dem Johannisfriedhof beigesetzt. Der Friedhof zählt zu den bedeutendsten kulturhistorischen Anlagen Europas und zieht jährlich zahlreiche Besucher an. Der historische Friedhof mit seinen Rosenbüschen und Epitaphien-Gräbern zählt zu den schönsten seiner Art, hier haben Albrecht Dürer und weitere Nürnberger Persönlichkeiten ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Die Gartengrundstücke der Hesperidengärten befinden sich westlich der Nürnberger Altstadt zwischen der Johannisstraße und der Hallerwiese, der Komplex weist Restflächen und Relikte der einstigen prachtvollen Ausstattung auf. Diese barocken Anlagen wurden in den 1980er Jahren mit Unterstützung des Bürgervereins restauriert und sind von April bis Oktober öffentlich zugänglich. Sie verleihen St. Johannis einen einzigartigen kulturellen Charakter, der das Viertel von anderen Nürnberger Stadtteilen abhebt.

Die Hofflohmärkte im Stadtteil, organisiert vom Vischers Kulturladen, öffnen regelmäßig private Höfe und schaffen nachbarschaftliche Begegnungen. Die Hallerwiese als älteste öffentliche Grünfläche Nürnbergs wurde bereits 1434 vom Stadtrat erworben und „allen inwonern zu lust und ergetzung“ zur Verfügung gestellt. Diese historische Kontinuität prägt das Selbstverständnis des Viertels bis heute.

St. Johannis als Kapitalanlage

Für Investoren bietet St. Johannis eine überzeugende Kombination aus Wertstabilität, solider Vermietbarkeit und langfristigem Wertsteigerungspotenzial. Die Bruttomietrendite für Bestandswohnungen bewegt sich bei durchschnittlichen Kaufpreisen von 4.060 Euro pro Quadratmeter und Mieten von 13,80 Euro pro Quadratmeter im Bereich von circa 4,1 Prozent vor Nebenkosten. Die Nachfrage nach Wohnraum ist durch die Nähe zum Klinikum Nord, zur Innenstadt und zur kulturellen Infrastruktur stabil.